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Agenda

In Papiergewittern - BDIC

Musée d’Histoire Contemporaine - BDIC
Hôtel national des Invalides
Galerie Valenciennes
129 rue de Grenelle
75007 Paris
www.bdic.fr

Métro La Tour Maubourg, Varenne, Invalides
RER C Invalides
Bus 28, 63, 82, 83, 87, 92, 93, 69

Ouverture de 10 h à 17 h, tous les jours sauf le premier lundi de chaque mois, le 25 décembre 2010 et le 1er janvier 2011

Entrée
5 € plein tarif
3 € tarif réduit
Entrée à tarif réduit sur présentation d'un ticket d'entrée au Musée de l'Armée le même jour.
Entrée à tarif réduit au Musée de l'Armée sur présentation d'un ticket d'entrée à l'exposition Orages de papier le même jour.

Visites guidées sur rendez-vous : le matin sauf le premier lundi du mois et le week-end : scolaires et tous publics
Contact : Odette Martinez Cette adresse email est protégée contre les robots des spammeurs, vous devez activer Javascript pour la voir.
Pour les visites scolaires (libres ou guidées) : réservation obligatoire à jeunes-ma@invalides.org Cette adresse email est protégée contre les robots des spammeurs, vous devez activer Javascript pour la voir.

Télécharger le dossier de presse

In Papiergewittern - BDIC

25/10/2010 - 16/1/2011

Diese Ausstellung, die bereits in Straßburg und Deutschland zu sehen war, ist aus einer deutsch-französischen Zusammenarbeit zwischen der National- und Universitätsbibliothek Straßburg, der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, der Bibliothèque National de France und der BDIC hervorgegangen. Sie vereinigt die Sammlungen aus diesen vier Institutionen, die alle über eine umfassende Dokumentation zum Ersten Weltkrieg, seit dem Ausbruch des Konflikts, verfügen.

Ein Medienkonflikt
Das hier erstmals behandelte Ausstellungsthema gibt einen vollständigen Überblick über die Propaganda rund um den Ersten Weltkrieg des 20. Jahrhunderts. Es soll dabei aufgezeigt werden, in welcher Weise sich das Mediengewitter mit bis dahin unbekannter Heftigkeit über diesem Konflikt entladen hat. Die Ausstellung untersucht die Propaganda unter einer doppelten Fragestellung: nach ihrer Produktion und ihrer Rezeption durch die öffentliche Meinung.
Durch die vielfältigen gezeigten Objekte, von Plakat und Flugblatt bis zum Film, fragt die Ausstellung nach den Eigenschaften der Kommunikationsmittel und ihrer Verwendung als furchtbare Kriegswaffe innerhalb eines Konflikts, der auch ein Medienkrieg war. Zum ersten Mal nutzte die Massenpropaganda alle technischen Möglichkeiten der neuen Medien des industriellen Zeitalters (Fotografie, bewegte Bilder). Die Entwicklung der heutigen Massenmedien hat hier ihren Ursprung.
Obschon es in der Ausstellung um das heikles Thema der Manipulation von Information geht, kann der Besucher auch außergewöhnliche und seltene Dokumente entdecken, wie beispielsweise die Schützengrabenzeitungen oder die Tagebücher und Briefe der einfachen Soldaten.

Eine Flut von Papier und Bildern s
Von Beginn der Auseinandersetzung an wird eine Massenpropaganda in Gang gesetzt. Diese hat zum Ziel, die Bevölkerung durch Bekanntmachungen und Plakate zu informieren, aber auch die Menschen hinter der Front zu mobilisieren, beispielsweise durch illustrierte Plakate, die zum Einsatz für den Krieg aufrufen. Eines der spektakulärsten Propagandamittel ist sicherlich das Flugblatt, das massenweise hinter den feindlichen Linien verbreitet wurde.
Sämtliche Zeitungen für die Truppen oder die Zivilbevölkerung trugen ebenfalls zu der Manipulation durch die Militärbehörden bei. Die für den Ersten Weltkrieg typischen Schützengrabenzeitungen, die von und für die Soldaten geschrieben wurden, hatten meistens zum Ziel, die Moral der Truppe zu heben, und unterlagen deshalb auch der Zensur seitens der Behörden. Die Briefe und Tagebücher der Soldaten zeugen ebenfalls von der Konstruktion einer verzerrten Realität, wenn auch einige Dokumente durchaus das Grauen durchblicken lassen.
Das Bild wird genauso zur Verlängerung der schriftlichen Propaganda. Postkarten stellen den Kontakt zwischen der Front und dem Zuhause her, wobei die ebenfalls kontrollierten und zensurierten Fotografien die Illusion von einem sauberen Krieg vermitteln. Gleichzeitig übt das patriotische Kino seinen Einfluss aus. Künstlerische Ausdruckformen der Vergangenheit kommen im Verlauf des Krieges wieder zu Ehren. So wird die Malerei hier zum letzten Mal zur Darstellung eines internationalen Konflikts verwendet, denn die Fotografie wird sie rasch verdrängen. Zahlreiche Künstler, wie Félix Vallotton oder Maurice Denis, werden als offizielle Maler in den Krieg geschickt, um ihre künstlerischen Eindrücke wiederzugeben. Auch das in erster Linie patriotische Volkslied erfährt dank der Schallplatte einen nie gekannten Verbreitungsgrad.
Während das „Stahlgewitter“ in seiner ganzen Brutalität wütet, ergießt sich gleichzeitig das „Papiergewitter“ über die Medien und hat so seinen Anteil am totalen Krieg. Gelehrte, Schriftsteller und Historiker werden mobilisiert, um das Ihre für die Nation im Krieg beizutragen.

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