BNU

Die Kaiserliche Bibliothek hatte ursprünglich keine Absicht, eine numismatische Sammlung innerhalb der Bibliothek anzulegen. Doch der Verkauf einer sehr bedeutenden Colmarer Sammlung führte 1873 dennoch zu einem positiven Entscheid. Anfang des 20. Jahrhunderts übergab die Stadt Straßburg zudem ihre 14 000 Stück zählende Sammlung als Depositum an die Bibliothek. Heute umfasst die Sammlung des Münzkabinetts der BNU etwa 39 000 Münzen, Medallien und andere münzförmige Objekte. Die Münzen sind nach folgenden Kriterien eingeteilt: Elsässische Sammlung mit 10 000 Stück dazu Notgeld. Französische Münzen: 5 800 Stück, darunter 2 500 aus Lothringen. Deutsche Sammlung: 5 500 Münzen und Geldscheine. Römische Münzen: 4 900 Stück, darunter 4 200 aus Funden im annektierten Elsass-Lothringen. Griechische Münzen: 1 700 Stück. Münzen aus der arabischen Welt: 500. Zu diesen Sammlungen gehören auch 1 250 Gütezeichen und muslimische Geldgewichte aus Glas sowie eine Sammlung elsässischer Siegel in Kopien auf verschiedenen Materialien.

Wissenswert: Nur für die Sammlung elsässischer Münzen werden derzeit noch Erwerbungen bei Münzhändlern gemacht.

Die elsässische Münzsammlung wurde im Jahr 2003 digitalisiert und unter dem Namen "Münzen und Medaillen aus dem Elsass" (Monnaies et médailles d'Alsace) im Internet veröffentlicht.

Die Benutzung dieser Sammlung ist nur auf begründete Anfrage bei den Verantwortlichen der Sammlungen möglich.

Mehr dazu

Lang, Madeleine. Le Cabinet numismatique de la Bibliothèque Nationale et Universitaire de Strasbourg. In : Cahiers alsaciens d'archéologie, d'art et d'histoire, 1960, p. 129-142.

 

Stellvertretende Leiterin der Abteilung für Konservation und Kulturgüter
Gisela Bélot
03 88 25 28 32
Gisela.Belot@bnu.fr

Fachverantwortlicher für die Reserve
Daniel Bornemann
03 88 25 28 20
Daniel.Bornemann@bnu.fr


Thaler de la ville de Strasbourg, Strasbourg, Première moitié du 17e siècle, pièce biface, 43 mm, 28,80 g.: © BNU – Jean-Pierre Rosenkranz et Pauline SteibThaler de la ville de Strasbourg, Strasbourg, Première moitié du 17e siècle, pièce biface, 43 mm, 28,80 g.: © BNU – Jean-Pierre Rosenkranz et Pauline Steib

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