BNU

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Benutzungsbestimmungen

Reglement der Benutzerdienste 
Für die Umbauzeit der  BNU Nouvelle

Das nachstehende Reglement wurde am 28. Januar 2011 vom Verwaltungsrat genehmigt und tritt mit dem 1. März 2011 in Kraft.Es basiert auf dem überarbeiteten Erlass 92-45 vom 15. Januar 1992, der die Organisation der National- und Universitätsbibliothek Straßburg regelt. Dieses berücksichtigt die voraussichtlich 14 Monate dauernde Schließung des Gebäudes an der Place de la République Rechnung sowie die vorübergehende Öffnung von zwei Lesesälen an der Rue du Joffre Nr. 5 und der Rue Fischart Nr. 9

Es gilt:

Art. 1:
Die National- und Universitätsbibliothek Straßburg (BNU) ist eine Bibliothek für die interdisziplinäre Forschung, insbesondere im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Bibliothek ist öffentlich.

BENUTZERKARTE

Art. 2:
Zur Benützung der Bestände und Dienstleistungen der Bibliothek stehen drei Benutzerkarten zur Auswahl:
Die Jahreskarte (carte de prêt annuelle) erhält jede Person mit einer Adresse in der Region Elsass, den angrenzenden Departements (Moselle, Meurthe-et-Moselle, Vosges, Territoire de Belfort) oder im Eurodistrikt Straßburg-Ortenau, ferner die Studierenden und das Personal der EUCOR-Universitäten (Straßburg, Basel, Freiburg im Breisgau, Karlsruhe und Mülhausen) sowie die Inhaber einer Benutzerkarte eines der Partnerinstitute, die mit der BNU eine entsprechende Vereinbarung geschlossen haben (siehe Anhang 2).
Die Forschungskarte (carte Recherche) erhalten Forscher und Lehrkräfte von Hochschulen, Doktoranden an einer französischen Universität bzw. innerhalb des EUCOR-Netzwerkes sowie die Mitglieder von Forschungsinstituten, wie sie in Anhang 6 aufgeführt sind. Diese ein Jahr gültige Karte berechtigt zur Heimausleihe.
Mit der Temporärkarte (carte temporaire) können Dokumente vor Ort konsultiert werden; eine Heimausleihe ist nicht möglich. Die Karte wird innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten nur einmal ausgestellt. Ihre Gültigkeit beträgt zwei Wochen, ohne Möglichkeit zur Verlängerung. Bei Vorliegen eines begründeten Antrags kann die Gültigkeitsdauer ausnahmsweise angepasst werden.

Art. 3:
Die Benutzerkarten werden jeder Person ausgestellt, die den 18. Geburtstag erreicht bzw. das Abitur abgelegt hat. Bei Vorliegen eines begründeten Antrags können Minderjährige ohne Abitur eine beschränkt gültige Ausleihkarte erhalten; die Verantwortung obliegt allerdings deren gesetzlichen Vertretern.
Um eine Benutzerkarte zu erhalten müssen die Benutzer einen gültigen Identitätsausweis vorlegen. Folgende Ausweise werden akzeptiert: nationale Identitätskarte, Reisepass, Fahrausweis, Studentenausweis, Reduktionskarte für Großfamilien der SNCF, Aufenthaltsgenehmigung.
Die Benutzerkarte darf nur persönlich verwendet werden. Im Zuwiderhandlungsfall kann ein Konservator die Bibliotheksbenutzung suspendieren. Eine erneute Zulassung muss beim Verwalter beantragt werden.
Adressänderungen müssen unverzüglich gemeldet werden, entweder schriftlich oder vor Ort.
Der Verlust oder Diebstahl der Karte muss der Bibliothek schriftlich gemeldet werden, damit die Karte gesperrt werden kann. Bis zur Sperrung der Karte durch die Bibliothek ist der Benutzer für allfälligen Missbrauch der Karte verantwortlich.

GEBÜHREN FÜR EINSCHREIBUNG UND DIENSTLEISTUNGEN

Art. 4:
Die Höhe der Einschreibegebühren sowie die verschiedenen anderen Gebühren werden vom Verwaltungsrat festgesetzt. Sie finden sich im Anhang 1 dieses Reglements.
Einige Benutzerkategorien (siehe Liste in Anhang 2) sind von der Bezahlung der Einschreibegebühr gegen Vorlage der ihrer Situation entsprechenden Bescheinigung befreit.
Die Einschreibegebühren werden nicht zurückerstattet, auch wenn der Benutzer im Verlauf des Jahres die Benutzergruppe wechselt.

ÖFFNUNGSZEITEN

Art. 5:
Die Öffnungszeiten, die dem Publikum bekannt gegeben werden (Aushang, Presse, Informationsmaterialien, Internetseite etc.), finden sich in Anhang 3 dieses Reglements. Sie können bei Bedarf geändert werden.

VORSCHRIFTEN IN DEN ÖFFENTLICHEN RÄUMEN

Art. 6:
Die Benutzer werden gebeten:
sich korrekt zu kleiden;
sich gegenüber den anderen Benutzern und dem Personal anständig zu verhalten;
mit dem Mobiliar und der Ausrüstung respektvoll umzugehen;
auf laute Gespräche zu verzichten;
essen und trinken auf die dafür vorgesehenen Bereiche zu beschränken;
keinen Alkohol zu konsumieren;
sich an die Sicherheitsvorschriften zu halten, insbesondere bei Alarm.

Der Zugang zur Bibliothek ist für Personen mit Rollschuhen, Rollern oder ähnlichen Fortbewegungsmittels verboten. Tiere sind nicht zugelassen, außer Blindenhunde.
Die Räumlichkeiten dürfen nur mit vorgängiger Erlaubnis fotografiert werden.

Art. 7:
Bei Diebstahl und Verlust lehnt die Bibliothek für solche Gegenstände, die ohne Aufsicht deponiert wurden, jede Verantwortung ab.

BESONDERE VORSCHRIFTEN UND REGELN FÜR DIE LESESÄLE

Art. 8:
Die Benutzung der Lesesäle ist den Inhabern einer gültigen Benutzerkarte vorbehalten, sofern genügend Platz vorhanden ist. Vorrang haben Benutzer, die nicht für die Heimausleihe vorgesehene Dokumente vor Ort konsultieren.

Art. 9:
In den Lesesälen ist Essen und Trinken verboten.
Die Benutzer werden gebeten:
sich ruhig zu verhalten;
ihre Mobiltelefone auszuschalten oder auf Stumm zu schalten;
darauf zu achten, dass ihre elektronischen Geräte die übrigen Benutzer nicht stören;
die Dokumente der Bibliothek vorsichtig zu behandeln (Notizen, Unterstreichungen, Falten, Eselsohren, Beschädigungen aller Art sind verboten);
keine Gefäße mit Flüssigkeiten auf die Tische zu stellen;
jede Beschädigung eines Dokuments unverzüglich dem Personal zu melden;
die Benutzerkarte jedem Bibliotheksangestellten auf Verlangen vorzuweisen;
ihre Taschen den Angestellten bei der Eingangskontrolle vorzuzeigen;
keine Plätze für abwesende Personen zu reservieren;
die speziellen Bestimmungen für besondere Arbeitsplätze einzuhalten;
kein Mobiliar zu verschieben;
die Gebrauchsanweisungen der zur Verfügung stehenden Geräte zu beachten;
keine Steckdosen zu benützen, die für bibliotheksinterne Zwecke genutzt werden (Kabel dürfen auf keinen Fall durch Gänge führen, in denen Personen zirkulieren).

BENUTZUNG VON FREIHANDDOKUMENTEN IN DEN LESESÄLEN

Art. 10:
Die Freihanddokumente in den Lesesälen dürfen nur vor Ort konsultiert werden. Eine Heimausleihe ist ausgeschlossen.

BENUTZUNG VON DOKUMENTEN AUS DEN NICHT ZUGÄNGLICHEN MAGAZINEN

Art. 11:
Die bestellten Dokumente werden für den Benutzer während fünf Tage an jenem Ort bereitgestellt, der bei der elektronischen Bestellung angegeben worden ist.
Dokumente, die vor Ort konsultiert werden müssen, werden dem Benutzer gegen einen Ausweis ausgehändigt.
Einige Dokumente unterliegen besonderen Ausleihbedingungen (siehe Anhang 4).
Art. 12:
Es ist möglich, dass ein Dokument wegen seines schlechten Zustandes nicht herausgegeben werden kann. In diesem Fall wird eine Ersatzlösung gesucht.
Wenn ein Originaldokument auch in anderer Form vorhanden ist (Mikrofilm, fotografische oder digitale Reproduktion usw.), wird ausschließlich die Reproduktion zur Verfügung gestellt. Der Verwalter, sein Stellvertreter oder ein Konservator der Direktion für Konservierung und Kulturgüter können ausnahmsweise, falls eine begründete schriftliche Anfrage vorliegt, die Herausgabe des Originals erlauben.

AUSLEIHE VON DOKUMENTEN

Art. 13 :
Die Anzahl der Dokumente und die Ausleihdauer sind wie folgt festgelegt:
Jahreskarte: 10 Dokumente für die Dauer eines Monats (sofern keine Reservierung durch einen anderen Benutzer vorliegt, kann die Ausleihe ein einziges Mal um einen weiteren Monate, vom Datum der Verlängerung an gerechnet, verlängert werden);
Forschungskarte: 20 Dokumente für die Dauer eines Monats (sofern keine Reservierung durch einen anderen Benutzer vorliegt, kann die Ausleihe zwei Mal um je einen weiteren Monat, vom Datum der Verlängerung an gerechnet, verlängert werden).
Die temporäre Karte berechtigt nicht zur Heimausleihe.
Minderjährige können nur mit Erlaubnis ihres gesetzlichen Vertreters nach Hause ausleihen.
Ein Dokument kann entweder auf der Webseite der Bibliothek oder am Ausleiheschalter gegen Vorlage des entsprechenden Dokuments verlängert werden. Verlängerungen per Telefon, Briefverkehr, Fax oder E-Mail können nicht berücksichtigt werden.

Art. 14:
Wenn ein Dokument bereits ausgeliehen ist, kann es vom Benutzer über das elektronische Ausleihsystem reserviert werden. Die Bibliothek benachrichtigt den Benutzer, sobald das gewünschte Dokument zurückgegeben ist, und stellt es für ihn während acht Tage zur Abholung bereit.
Jeder Benutzer kann höchstens zwei Dokumente reservieren .

Art. 15:
Von der Heimausleihe sind insbesondere ausgenommen:
lvor 1920 erschienene Dokumente, Handschriften und Werke aus der Reserve;
Atlanten, Karten und Pläne;
maschinengeschriebene Doktorarbeiten u. ä.;
groß- und überformatige Werke;
Dokumente der Freihandabteilung;
nicht gebundene Periodika;
Loseblattpublikationen;
Dokumente aus dem interbibliothekarischen Verleih, sofern die leihgebende Bibliothek eine Ausleihe nicht erlaubt (siehe Art. 16).
Die Heimausleihe kann wegen des schlechten Zustands eines Dokuments verweigert werden.

Art. 16 :
Die Bibliothek bietet die Möglichkeit eines interbibliothekarischen Verleihs (Prêt entre bibliothèques, PEB). Dieser ermöglicht es, Dokumente aus anderen französischen und ausländischen Bibliotheken zu bestellen oder davon Reproduktionen herstellen zu lassen. Dabei wird vom Benutzer eine finanzielle Beteiligung verlangt (aktuelle Gebühren in Anhang 1).
Die Dokumente aus dem interbibliothekarischen Verleih werden nach den Bedingungen der leihgebenden Bibliothek (Leihdauer, Heimausleihe oder Konsultation vor Ort usw.) und in dem von der BNU vorgesehenen Saal ausgeliehen.
Bibliotheken auf dem Gemeindegebiet Straßburgs (Communauté urbaine de Strasbourg) sind von dieser Dienstleistung ausgenommen.

Art. 17:
Bei der Entgegennahme der entliehenen Dokumente muss der Benutzer deren Zustand überprüfen und jede festgestellte Beschädigung melden.
Auf keinen Fall darf er ein beschädigtes Werk selber reparieren.

Art. 18:
Jährlich findet ein Inventar statt, während der die Bibliothek geschlossen ist.

Art. 19:
Jede verspätete Rückgabe eines Dokuments hat eine Mahngebühr zur Folge (die geltenden Tarife in Anhang 1). Bis zur Rückgabe der Dokumente und zur Begleichung der Mahngebühr wird die Karte gesperrt: Der Benutzer kann weder die Lesesäle betreten, noch Dokumente ausleihen und reservieren, keine Verlängerungen vornehmen und sich nicht wieder einschreiben.

Art. 20:
Im Falle eines Verlustes oder der Beschädigung eines Dokuments muss der Benutzer das Werk durch die gleiche Ausgabe desselben Werks ersetzen oder einen festgesetzten Betrag entrichten (siehe Anhang 1). Der Verlust oder die Beschädigung eines Teils eines Dokuments oder einer Beilage davon zieht automatisch den Ersatz des ganzen Werks, bzw. dessen Bezahlung nach sich.

Art. 21:
Wird ein Dokument nach der dritten und letzten Mahnung, die mit eingeschriebenem Brief mit Empfangsbestätigung zugesandt wird, nicht zurückgegeben, verrechnet die Bibliothek dem Benutzer die Kosten der Wiederbeschaffung nach geltendem Tarif. Der Benutzer muss die Wiederbeschaffungs- und Mahngebühren begleichen, bevor er die Bibliothek wieder benutzen darf.

Art. 22:
Der Benutzer ist für alle Ausleihen, die mit seinem Benutzerausweis getätigt werden, verantwortlich – auch im Falle von Verlust oder Diebstahl, und zwar solange bis die Bibliothek die schriftliche Diebstahl- oder Verlustmeldung erfasst hat.
Jedes unerlaubte Mitnehmen eines Dokumentes, jeder Diebstahlversuch und jede absichtliche Beschädigung eines Dokuments kann den Ausschluss des Benutzers zur Folge haben, unabhängig davon, ob rechtliche Schritte eingeleitet werden oder nicht.

Art. 23:
Die Bibliothek stellt auf Verlangen eine Bestätigung aus, dass für den Benutzer keine Mahnungen vorliegen.

REPRODUKTION VON DOKUMENTEN

Art. 24:
Jede Reproduktion von Dokumenten muss der geltenden Gesetzgebung entsprechen, insbesondere was das Copyright betrifft.
Die Reproduktionsbedingungen der einzelnen Dokumente, im besonderen von Kulturgütern, sind in Anhang 5 festgehalten.
Die Fotokopierkarten und die für Reproduktionen bezahlten Beträge können nicht zurückerstattet werden.

BENUTZUNG DER COMPUTERARBEITSPLÄTZE

Art. 25 :
Die Bibliothek ist dem regionalen Universitätsnetz Osiris angeschlossen, das wiederum dem nationalen Netz Renater angehört. Die Benutzerregeln dieser Netzwerke, die auf der Webseite der Bibliothek eingesehen werden können, gelten auch für die Benutzer der BNU, dies gilt ebenfalls für die Benutzung des WIFI-Zugangs.
Die Bibliothek stellt den Benutzern Computerarbeitsplätze mit freiem Zugang zur Verfügung. Diese Arbeitsplätze dürfen nicht für bibliografische Recherchen benutzt werden.
Die Benutzer sind gehalten:
ausschließlich ihr persönliches Passwort zu gebrauchen;
die Einschränkungen in der Benutzung von Datenbanken, zu denen sie Zugang haben, zu respektieren;
das Informatiksystem nicht zu beschädigen.
Die Daten von Verbindungen, die innerhalb der Bibliothek hergestellt wurden, werden unter Berücksichtigung geltender Gesetzgebung gespeichert und können auf gerichtliche Anfrage hin herausgegeben werden.
Besondere Bestimmungen zur Benutzung der frei zugänglichen Computerarbeitsplätze finden sich in den Lesesälen. Personen, welche diese Bestimmungen nicht einhalten, können durch das Personal von der Benutzung suspendiert werden.

ANHÄNGE

Art. 26 :
Liste der Anhänge:
1.Gebühren für Einschreibung und Dienstleistungen
2.Von der Einschreibegebühr befreite Benutzerkategorien
3.Öffnungszeiten
4.Funktionsweise der Gebäude an der Rue Joffre bzw. Fischart
5.Bedingungen zur Reproduktion von Dokumenten
6.Liste der wichtigsten Forschungsorganisationen und Hochschulen

Die Anhänge 1 und 2 (Gebühren für Einschreibung und Dienstleistungen bzw. Von der Einschreibegebühr befreite Benutzerkategorien) unterliegen der Genehmigung des Verwaltungsrates. Der Verwalter ist für die Aktualisierung der übrigen Anhänge besorgt und meldet diese dem Verwaltungsrat zu dessen Information.

ANWENDUNG DES REGLEMENTS

Art. 27:
Jede Verfehlung gegen Anordnungen kann den Ausschluss von der Bibliothek zur Folge haben, unabhängig von weiteren strafrechtlichen Konsequenzen. Eine solche Entscheidung können der Verwalter, sein Stellvertreter, der Generalsekretär oder die Konservatoren der öffentlichen Dienstleistungen treffen. Das Aufsichtspersonal ist berechtigt, bei Störungen des Betriebs (Randalieren, Vandalismus, Diebstahl usw.) die Ordnungskräfte zu Hilfe zu rufen.

Art. 28:
Der Verwalter und das gesamte Personal wachen, je in ihrem Zuständigkeitsbereich, über die Einhaltung des vorliegenden Reglements.

Art. 29:
Das vorliegende Reglement wurde vom Verwaltungsrat der BNU an seiner Sitzung vom 28. Januar 2011 genehmigt und tritt am 1. März 2011 in Kraft.


Der Präsident des Verwaltungsrates
Dominique Arot

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